Lerntipps von uns für Euch

Manche Schulprobleme kommen daher, dass Schüler falsch lernen. Wir haben Euch einige Tipps aufgeschrieben, die Euch beim Lernen helfen sollen. Es sind allerdings keine Mittelchen, die Lernen ohne Mühe versprechen. Es ist auch keine Rezeptsammlung, die Du blindlings anwenden kannst. Überprüfe, am Besten durch Ausprobieren, ob der jeweilige Tipp Dir hilft. Vielleicht entdeckst Du neue Möglichkeiten. Suche Deine persönliche Lerntechnik und halte sie dann konsequent ein. Habe Geduld mit Dir und denke daran, dass alles Neue nur solange anstrengend ist, bis es zur Gewohnheit geworden ist.


Tipp 1: Lerneinstieg

Du weißt, dass auch Sportler nicht gleich Höchstleistungen bringen können. Zuerst benötigen sie eine Aufwärmzeit. Genauso sollst Du Dich beim Lernen erst einmal aufwärmen. Suche also am Anfang Deiner Lernzeit einen Stoff aus, der für Dich interessant ist, oder der Dir leicht fällt. Jetzt bist Du auch für schwierigere Aufgaben fit.

 

Tipp 2: Einteilung der Hausaufgaben in Portionen

Wenn Du einmal sehr viele Aufgaben zu erledigen hast, lass Dich nicht entmutigen. Teile Deine Arbeit in sinnvolle überschaubare Portionen ein.

 

Tipp 3: Reihenfolge der Hausaufgaben

Jeder Arbeitsablauf ist in Phasen eingeteilt, in denen man verschieden leistungsfähig ist. Teile Deine Arbeit daher in schwierigere und leichtere Aufgaben ein: Nach einer leichteren Einstiegsaufgabe erledigst Du schwierige Themen, dann wieder eine leichtere Sache und quasi als Endspurt wieder einen schwierigeren Teil.

 

Tipp 4: Die SM-Formel

Mündliche Aufgaben werden gerne verschoben oder gar nicht erledigt. Hier gibt es einen einfachen Tipp: Wechsle mündliche und schriftliche Arbeiten ab (vergiss dabei Tipp 3 nicht!).

 

Tipp 5: Arbeitsplatz

Was Du vielleicht noch nicht wusstest: Dein Arbeitsplatz soll so gemütlich wie möglich sein, Du solltest Dich dort gerne aufhalten!

 

Halte feste Lernzeiten ein, denke an die Beleuchtung (bei Rechtshändern Licht von links), an die geeignete Raumtemperatur (ca. 20 Grad), richte das Arbeitsmaterial her (ganz wichtig ist auch ein Papierkorb), lege nur benötigtes „Werkzeug“ auf den Tisch und räume nach erledigter Arbeit alles was stört, wieder weg.

 

Tipp 6: Arbeitszeit

Suche Deine persönliche Arbeitszeit und halte sie in der Regel auch ein. Überlege, wann Du am leistungsfähigsten bist. Denke daran, dass man nach einem guten Essen schlecht lernt, dass aber auch ein hungriger Magen keine gute Lerngrundlage ist. Lernen am Abend ist nur für diejenigen geeignet, die sich dabei nicht schwarz ärgern über das verpasste Fernsehprogramm. Wenn Du Dich einmal für eine bestimmte Zeit entschieden hast, bleibe dabei und halte sie konsequent ein.

 

Tipp 7: Pausen

Eine kleine Pause ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeitszeit:

Arbeitszeit = Lernzeit + Pause!

Lege gleichmäßig verteilte Pausen (ein paar Minuten) ein, mache Dir am Anfang jeder Pause klar, dass Du bereits  einen Teil der Arbeiten erledigt hast. Schalte in der Pause bewusst vom Lernen ab.

 

Tipp 8: Lerntyp

 

Hast Du schon Deinen Lerntyp überprüft? Auf welche Weise kannst Du am schnellsten lernen?

Einige Tipps für drei Lerntypen:

Lerntyp Lesen: Lies zusätzlich Zeitungen, Zeitschriften, Sachbücher zu den wichtigsten Themen

Lerntyp Hören: Arbeite eventuell mit Tonband,  sprich mit Mitschülern über das Thema, erklärt Euch gegenseitig die Regeln.

Lerntyp Sehen: Mache Dir Skizzen und Bilder, versuche Pfeilbilder und Zusammenhänge aufzuzeichnen, entwickle eigene Modelle und Denkhilfen

 

Tipp 9: 5-Gang-Lesetechnik

Ist es Dir auch schon so ergangen? Du hast einen Text gelesen und am Ende nicht mehr sehr viel gewusst. Versuche doch einmal die 5-Gang-Technik:

1. Gang: Lies den Text oder das Buch kurz durch

2. Gang: Stelle Fragen: „Was weiß ich zu dem Thema schon? Was möchte ich erfahren?

3. Gang: Lies gründlich und versuche, dabei Antworten auf Deine Fragen zu entdecken.

4. Gang: Fasse Wichtiges zusammen und schreibe es auf einen Zettel

5. Gang: Wiederhole noch einmal den Text und Deine Notitzen

 

Tipp 10: Lernplakat

Kennst Du die Quälerei mit einigen Jahreszahlen, Wörtern, Fachbegriffen, die Du immer wieder vergisst, die Du immer wieder falsch schreibst? Durch das Lernplakat kannst Du schwierigen Lernstoff zu alten Bekannten machen. Nimm ein großes Stück Papier (Packpapier, Tapete) und schreibe den schwierigen Stoff kurz auf (Jahreszahlen, Fachbegriffe, Wörter). Jetzt hängst Du das Plakat an einer Stelle auf, an der Du es oft siehst (über dem Arbeitsplatz, neben dem Spiegel, an der Klotüre- allerdings von innen. Spätestens nach drei Wochen wechselst Du das Plakat aus, denn dann verliert es seine Wirkung.

 

Tipp 11: Hefteinträge

Die Hefteinträge sollten für Dich (und uns!) ohne Lupe lesbar sein. Die Einträge gliedern den Stoff und machen ihn übersichtlich. Lerne die Einträge aber nicht auswendig! Versuche vielmehr, mit eigenen Worten auszudrücken, was drin steht.

 

Tipp 12: Auswendig lernen

Wenn Du etwas auswendig lernen musst (Gedichte, Einmaleins, Fachbegriffe), teile Dir die Arbeit ein. Auswendiggelerntes vergisst man sehr rasch wieder, darum nach ein paar Tagen unbedingt wiederholen.

 

Tipp 13: Proben sinnvoll vorbereiten

Zu viel auf einmal lernen ist unsinnig, der Lernstoff muss sich setzen können. Ideal ist, einige Tage vor der Probe den Stoff zu lernen und die Tage vor der Probe nur noch zu wiederholen.

 

Tipp 14: Zeittraining

Bei Proben kommt man leicht in Zeitdruck. Lass Dir vom Lehrer eine Richtzeit geben und übe daheim mit dem Küchenwecker, Dein Arbeitstempo zu steigern.

 

Tipp 15: Prüfungsangst

Angst blockiert und man hat oft das Gefühl, mit einem Brett vor dem Kopf herumzulaufen. Verdränge Deine Prüfungsangst nicht. Lass sie  zu und lerne mit ihr zu leben. Angst hilft auch, Kräfte zu mobilisieren, sie ist nicht nur negativ! Denke  bitte auch daran, dass über Dein Lebensglück und Deine Zukunft wichtigere Dinge entscheiden als Noten. Stelle Dich auf die Prüfung ein: Sage Dir: „Ich habe mich so gut ich es konnte darauf vorbereitet“, lies Dir die Wörter und Begriffe in Ruhe durch, teile Dir die Prüfungsaufgaben ein und lege kleine Entspannungspausen ein.

 

Tipp 16: Konzentration

„Sich konzentrieren“ heißt, sich auf die Mitte zu sammeln, ganz dabei zu sein. Versuche, Deine Widerstände abzubauen. Sage Dir nicht immer vor, z. B. Mathe ist ein entsetzliches Fach. Gib dem Fach eine Chance! Versuche, einen positiven Punkt zu finden. Suche bei jeder Stunde den positiven Punkt. Du kannst üben, in Deine Mitte zu gelangen. Schließe  die Augen – konzentriere Dich auf Deine Füße – versuche sie bewusst zu spüren – wie fühlen sie sich an – wie stehen sie auf dem Boden? Vergiss  nicht zu atmen, versuche in den Bauch zu atmen. Eine weitere gute Übung ist es, sich eine Fläche vorzustellen: Schließe die Augen und stelle Dir eine schwarze Fläche vor. Es darf sich nichts darauf bewegen – versuche, alle Bilder, die Dir kommen, auf die Seite zu schieben  versuche, diese Fläche glatt und leer zu sehen. Beginne mit einer Minute und steigere Dich, bis Du einige Minuten schaffst.

Du kannst Konzentration immer und überall üben! „Tue, was Du tust!“ heißt eine alte östliche Weisheit. Versuche, alles bewusst zu erleben. Hast Du schon einmal bewusst geatmet, bewusst Deine Umgebung betrachtet (schließe die Augen und versuche, Deinen Schreibtisch zu beschreiben. Weißt Du wirklich, wie alles darauf liegt? Betrachte ein paar Minuten eine brennende Kerze oder eine Blüte.

 

Tipp 17: Aktive Mitarbeit

Versuche,  im Unterricht aktiv mitzuarbeiten, hab keine Angst vor Fragen.  Wenn der Lehrer nicht weiß, was Du nicht verstehst, kann er Dir auch nichts beibringen.

 

Vielleicht hast Du einige nützliche Tipps erfahren. Wir wünschen Dir, dass es Dir gelingt, Dich dem Lernen zu öffnen und Spaß dabei zu entdecken!

Deine Lehrkräfte vom Grünen Markt



Revision: 2010/11/28 - 14:10 - © Schule am Grünen Markt, Erding - 1 Benutzer online.